Heizungspumpen erneuern

Foto Heizungspumpe

Die Heizungspumpe sorgt dafür, dass warmes Wasser zwischen Wärmeerzeuger und Heizkörpern oder Flächenheizungen zirkuliert und die Räume wärmt.

Hoher Stromverbrauch, der sich vermeiden lässt.

Viele Pumpen laufen während der gesamten Heizperiode und verbrauchen viel Strom. In einem durchschnittlichen Vierpersonenhaushalt können sie für bis zu zehn Prozent der Stromkosten verantwortlich sein.

Alte Pumpen sind meist „ungeregelt“ und arbeiten immer mit der maximalen gleichen Drehzahl. Modernere, „mehrstufige“ Pumpen verfügen über unterschiedliche Betriebsstufen, die eingestellt werden können. Bei einer gut eingestellten Heizungsanlage reicht oft die kleinste Stufe vollkommen aus.

Geregelte Pumpen sind besonders effizient. Sie passen ihre Leistung genau dem Wärmebedarf an und benötigen so bis zu 80 % weniger Strom als ungeregelte Pumpen. Ihr Einbau macht sich deshalb oft bereits nach drei bis vier Jahren  bezahlt.

Ein zusätzliches Einsparpotenzial eröffnet sich, wenn die Pumpe außerhalb der Heizperiode automatisch abgeschaltet wird. Außerdem empfiehlt sich ein so genannter „hydraulischer Abgleich“.

Hocheffiziente Heizungspumpen sind gekennzeichnet

Beim Kauf einer Heizungspumpe ist auf den Energie-Effizienz-Index (EEI) zu achten mit dem die Pumpe gekennzeichnet sein muss. Der EEI hat 2013 das Energie-Label abgelöst.

Der EEI gibt an, wie effizient eine Heizungspumpe arbeitet. Die Skala reicht dabei von <0.20 bis 0.27. Je niedriger die Zahl ist, um so weniger Strom benötigt die Pumpe. Eine besonders stromsparende Hocheffizienzpumpe liegt ungefähr bei 0,20 EEI. Seit dem 1. August 2015 darf der Energie-Effizienz-Index für alle Heizungsumwälzpumpen den Wert 0.23 nicht überschreiten. Dieser Wert gilt auch für Umwälzpumpen, die in einem anderen Produkt eingebaut sind.

Zusätzlich tragen viele Pumpen das Label „ErP ready“. Es zeigt an, dass eine Pumpe alle Anforderungen der EU-Verordnung erfüllt.

Förderung der neuen Heizungspumpe

Seit dem 01. August 2016 wird der Austausch der alten Heizungspumpe durch hocheffiziente Pumpen durch das Programm „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“ durch den Staat bezuschusst. Bis zum Jahr 2020 soll so jährlich der Austausch von bis zu 2 Millionen hocheffizienter Pumpen in Gebäuden gefördert werden. Damit verbunden sollen rund 1,8 Mio. t. CO2 bis 2020 eingespart werden.

Was wird gefördert?

  1. Austausch alter Pumpen durch hocheffiziente Heizungs- und Trinkwasserzirkulationspumpen in Gebäuden
  2. Heizungsoptimierung durch hydraulischen Abgleich sowie zusätzliche niedriginvestiven Maßnahme wie z.B. Tausch von Thermostatventilen

Beide Maßnahmen können kombiniert werden.

Wie und in welcher Höhe wird gefördert?

Anträge sind direkt beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in nur zwei Schritten zu stellen:

1. Schritt: Zunächst ist eine Registrierung auf der Internetseite des BAFA erforderlich. Nach erfolgter Registrierung kann mit der Umsetzung der Maßnahme begonnen werden.

2. Schritt: Nach Umsetzung der Maßnahme und innerhalb von sechs Monaten nach der Registrierung muss der eigentliche Antrag zusammen mit der Rechnung beim BAFA eingereicht werden.

Die Förderung erfolgt als Zuschuss. Gefördert werden jeweils 30 Prozent der förderfähigen Maßnahmenkosten, höchstens jedoch 25.000 Euro.

Wer kann Anträge stellen?

Anträge stellen können folgende Eigentümer von Heizungsanlagen:

  • Privatpersonen
  • Unternehmen
  • freiberuflich Tätige
  • Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften und kommunale Zweckverbände
  • sonstige juristische Personen des Privatrechts (insbesondere Vereine, Stiftungen, gemeinnützige Organisationen oder Genossenschaften).
Weitere Informationen:

30 Prozent Zuschuss für Ihre optimierte Heizung: Deutschland’s machts effizient

Infomationen zum Förderprogramm 'Heizungsoptimierung' beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

oder BAFA-Hotline 06196 908 1001