Finanzielle Förderung bei der Sanierung

Frau schaut aus dem Fenster

Im Idealfall verfügen Sie über ausreichend Erspartes, um die energetisch und wirtschaftlich sinnvollen Sanierungsmaßnahmen, die Sie mit Unterstützung eines Experten ermittelt haben, zu finanzieren.

Benötigen Sie für Ihre Investition zusätzliches Kapital, stehen Ihnen folgende Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung (von steuerlichen Aspekten, insbesondere im Fall einer vermieteten Immobilie, wird in diesem Zusammenhang abgesehen. Hier ist es i. d. R. ratsam, einen Steuerexperten hinzuzuziehen):

  • Darlehen mit Grundschuld (Hypothekendarlehen): Wie der Kauf, so kann auch die Modernisierung einer Immobilie grundsätzlich mit Hilfe eines Hypothekendarlehens finanziert werden. Da sich (energetische) Modernisierungsvorhaben im Vergleich zu Bau- und Erwerbsfinanzierungen naturgemäß in deutlich niedrigeren Größenordnungen bewegen, werden Ihnen Banken allerdings in aller Regel ungünstigere Konditionen anbieten (sog. „Kleinsummenaufschläge“).
  • Bauspardarlehen: Bausparmittel, insbesondere das Bauspardarlehen haben den Vorteil, dass diese bis 30.000 Euro als sog. Blankodarlehen ohne Grundschuld auskommen und dennoch günstige Darlehenszinsen bieten. Auch sind Sondertilgungen jederzeit möglich. Häufig wird sich der Finanzierungsbedarf in einer solchen Größenordnung bewegen. Höhere Bauspardarlehen bedürfen lediglich einer nachrangigen Sicherung im Grundbuch. Für längerfristig geplante energetische Maßnahmen kann mittels eines Bausparvertrages vorgespart werden.
  • Finanzierung im Rahmen von KfW-Förderprogrammen: Die Förderbank KfW bietet im Rahmen ihrer Förderprogramme zinsvergünstigte Darlehen oder Zuschüsse für energetische Modernisierer an. Darlehen können nicht direkt bei der KfW beantragt werden. Dies ist z. B. über Ihre Hausbank möglich. Die Darlehen müssen ggf. durch eine Grundschuld abgesichert werden.
  • Ökokredit: Verschiedene Kreditinstitute bieten auch sogenannte Ökokredite an, die eine weitere Möglichkeit darstellen, energetische Sanierungsmaßnahmen in privaten Wohnhäusern zu finanzieren. Sie bedürfen keiner Grundschuld. Über solche Kredite können beispielsweise auch Solaranlagen oder Elektroautos finanziert werden.
  • Ratenkredit: Gewöhnliche Konsumentenkredite werden in aller Regel für die Finanzierung einer energetischen Modernisierungsmaßnahme aufgrund ihrer vergleichsweise ungünstigen Konditionen sowie der üblicherweise geringeren Darlehenssummen und kurzen Laufzeiten nicht sinnvoll sein.

Neben den KfW-Programmen gibt es noch zahlreiche weitere Fördermöglichkeiten energetischer Modernisierungsmaßnahmen bei Bund, Ländern, Gemeinden, Energieversorgern etc. Hierüber gibt die BINE-Fördermitteldatenbank detailliert Auskunft.